Info-Sammlung für einen reibungslosen Caravan-Urlaub
Um Ihren Reisemobilurlaub so angenehm wie möglich zu gestalten, haben wir hier einige Informationen zusammengetragen und geben sie hier wieder. Wegen Haftungsfragen verstehen Sie diese Informationen bitte unverbindlich und lesen hierzu auch unsere Haftungshinweise.
Sollten Sie darüber hinaus weitere Anregungen, Wünsche oder brauchbare Tipps für uns haben, bitte teilen Sie uns Ihre Ideen einfach mit info@JE-Reisemobile.de, gerne nehmen wir Ihre Vorschläge auf.


Übernachten im Reisemobil:
Spontan dort bleiben, wo es einem gefällt - das ist einer der Vorteile, die ein Reisemobil bietet. Wenn die Übernachtung nicht auf einem dafür eigens ausgewiesenen Stellplatz erfolgt, sollten allerdings ein paar Punkte beachtet werden, damit man auch verkehrsrechtlich auf der sicheren Seite ist:

Im Allgemeinen wird in Deutschland die einmalige Übernachtung im Reisemobil auf einem allgemeinen Parkplatz oder auch am Straßenrand toleriert, solange dadurch nicht der Verkehr behindert wird, örtliche Parkvorschriften eingehalten werden und Anwohner bzw. Nachbarn nicht gestört werden. Die Straßenverkehrsordnung regelt nicht positiv, wo man überall parken kann, sondern enthält Bestimmungen, wo man nicht halten oder parken darf. Das heißt, Parken ist überall dort erlaubt, wo es nicht ausdrücklich verboten ist. Das gilt natürlich auch für Reisemobile. Wenn man das Reisemobil nicht nur abstellt, sondern darin übernachten will, gilt dies nicht mehr so ohne Weiteres. Denn das Ruhen bzw. Übernachten im Reisemobil im öffentlichen Verkehrsraum ist grundsätzlich nur zur Wiederherstellung der körperlichen Fahrtüchtigkeit erlaubt. Das heißt, wiederholte Übernachtungen in Folge sind hier ebenso nicht gestattet wie der sog. Campingbetrieb, also das Aufstellen von Tisch und Stühlen, das Aufbauen eines Vorzeltes, das Aufspannen einer Markise oder Grillen vor dem Fahrzeug. Das nämlich wäre kein Parken zum Zweck der Wiederherstellung der körperlichen Fahrtüchtigkeit mehr, sondern eine Sondernutzung, für die es ausdrücklich eine Sondergenehmigung bedarf (Quelle: Verkehr&Recht, 2009).

Aus diesem Grunde haben wir unseren Vermietfahrzeugen aktuelle Campingführer und Übersichten aller europäischen Reisemobil-Übernachtungsplätze beigelegt. Damit können Sie nicht nur Ihre Übernachtungsplätze vorab in aller Ruhe planen, sondern sorgen von Anfang an für einen reibungslosen und erholsamen Mobilurlaub, auch wenn sich spontan etwas ändern sollte. Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch hierbei mit unserer über 30-jährigen Erfahrung jederzeit zur Seite.

Sicherheit im Reisemobil:

Der Urlaub mit Caravan oder Reisemobil ist die schönste Zeit im Jahr und soll Erholung, Spaß und Freude an Land und Leuten bringen. Niemand und nichts sollte daher - bei etwas Vorsicht - diese schöne Urlaubsart vermiesen. Wir haben für Sie aus unseren langjährigen Erfahrungen einige Sicherheitsregeln zusammengestellt:

1. Gesunder Menschenverstand:
Vorsicht, Umsicht und ein gesundes Maß an Misstrauen schützt vor Fallen, Trickbetrügereien, Überfällen mit vorgetäuschten Pannen, merkwürdigen Hilfeanfragen oder Überfälle mit Narkosegas.

2. Planung ist das halbe Leben:
Vor Abreise planen, welche Wertgegenstände unbedingt gebraucht werden. Ist die Perlenkette im Urlaub vonnöten? Große Mengen Bargeld sind in Zeiten von EU-einheitlicher Währung, EC-Karten und Geldautomaten heutzutage nicht mehr erforderlich. Planen Sie Ihre Route und vor allem Ihre Tages-Etappen mit Übernachtungsplätzen (und eventl. Ausweichplätze) vorab. Bei der Wahl von Planungsunterlagen gibt es Unmengen im Internet, gerne sind auch wir Ihnen behilflich.

3. My home is my castle:
Das Reisemobil oder den Caravan generell immer komplett abschließen, auch wenn Sie nur tanken oder am Campingplatz auf die Toilette gehen. Wenn Sie das Fahrzeug verlassen, Fenster und Luken - auch bei Hitze - komplett verschließen und alle Sicherungsmaßnahmen aktivieren. Bei uns bekommen Sie gegen geringen Aufpreis Alarmanlagen und Bewegungsmelder mit.
Wichtig: An belebten Plätzen und vor Sehemswürdigkeiten besteht erhöhte Einbruchsgefahr. In Großstädten oder Touristikzentren immer auf bewachte, kostenpflichtige Parkplätze stehen.

4. Die Wahl des Stellplatzes ist sehr entscheidend:
Eigentlich logisch, wer in der Hochsaison an Autobahn-Rastplätzen oder an Parkplätzen vielbefahrener Transitstrecken übernachtet, begibt sich mutwillig in allergrößte Gefahr. In der Anonymität der lauten und überlasteten Plätze arbeiten alle Knackerbanden am liebsten und sind dabei immer wieder äußerst erfolgreich.
Unsere Tipps: Mehrere Reisemobile im kleinen Konvoi zusammen machen keinen Stellplatz sicherer, erhöhen aber für Diebe das Risiko erheblich. Auch bei kurzer Rast oder einem NIckerchen von der Hauptstrecke abfahren und sich einen sicheren Platz in einem nahegelegenen Ort suchen. Für eine Übernachtung einen "Offiziellen" fragen (Polizei, Touristikbüro, etc.). Auch Gasthöfe oder Restaurants (nach Rückfrage mit dem Wirt), Sportanlagen, Schwimmbäder, Friedhöfe, etc. bieten meist ruhige und sehr sichere Übernachtungsplätze. Und wer ganz sicher sein will, steuert eine wohnmobilfreundliche Gemeinde mit offiziell ausgewiesenen Reisemobil-Stellplatz an, die zumeist optimalen Komfort und vor allem Sicherheit bieten.

5. Parken Sie das Reisemobil mit Verstand:
Also so parken, dass ein Panik- oder Notstart jederzeit möglich ist. Parken Sie so, dass Sie vorwärts ohne Rangieren jederzeit wegfahren können. Der Zugang zum Fahrersiitz sollte stets frei und der Zündschlüssel griffbereit sein.

6. Denken Sie wie die Diebe:
Geben Sie potenziellen Dieben keinen Anreiz zum EInbruch. Grundsätzlich und gerade nachts alles wegräumen und sicher verstauen, was sich als interessantes Diebesgut eignen könnte. Dazu gehören neben Bargeld, Schmuck und Wertsachen insbesondere Handys, Digital- und Videokameras, Laptops und neuerdings sichtbare TV-SAT-Anlagen, aber auch besonders die Bekleidung. Findige Spitzbuben wissen nämlich, dass Hose und Jacke abends meist auf die Sitzpolster oder auf die Fahrerhaussitze abgelegt werden und erfahrungsgemäß Autoschlüssel, Geldbörse, Brieftasche mit Papieren und Scheckkarten enthalten.
Unser Tipp: Ein leeres und geöffnetes Handschuhfach signalisiert, dass in diesem Fahrzeug aufgepasst wird und nichts zu holen ist. Auch der Dieb weiß, ein gebranntes Kind ... hier wurde also schon einmal eingebrochen. Unsere Mieter erhalten bei Fahrzeugübernahme derartige Verhaltensmaßregeln und viele weitere Tipps, unter anderem auch ein mehrsprachiges Schild mit dem Hinweis, hier gibt es nichts mehr zu holen.

7. Beziehen Sie die Öffentlichkeit mit ein:
Optische und akustische Alarmanlagen sowie andere elektronische Sicherheitseinrichtungen schaffen "Öffentlichkeit" und dienen in erster Linie der Abschreckung. Aber alleine und in abgelegener Gegend helfen diese Dinge kaum. Selbst die beste Alarmanlage wird dann so gut wie garnicht wahrgenommen. Siehe auch Punkt 4.

8. Räuber sind Profis:
Viele Reisemobilisten rüsten aufgrund einiger Schauergeschichten auf, um sich im Falle des Falles gegen Räuber zu wehren. Aber diese sind meist Profis, es scheint also wenig sinnvoll, sich als Laie eine handgreifliche oder gar bewaffnete Auseinandersetzung mit ertappten Einbrechern zu liefern. Die Gefahr von Überreaktionen und schweren Verletzungen ist einfach viel zu groß. Gestohlenes kann man ersetzen, seine eigene Gesundheit oder die Gesundheit der Familie nur sehr schwer oder gar nicht mehr.

Wertsachen im Reisemobil:
Auf die Wertsachen von Wohnmobiltouristen haben es Diebe zur Zei tganz besonders in Südschweden (Nähe Göteborg an E6), Südfrankreich und in Süditalien abgesehen. Die Betroffenen hatten das Wohnmobil in den meisten Fällen an ruhigen Ecken von Autobahn-Raststätten abgestellt und darin übernachtet. Der Diebstahl selbst wird oft erst am nächsten Morgen entdeckt. Auch wenn in den meisten Urlaubsregionen vermutet wird, dass Campingplatzbetreiber selbst auf diese Art das freie Gratis-Übernachten einzuschränken versuchen, raten wir dringend auf Nummer sicher zu gehen und auf Campingplätzen oder auf Reisemobilhäfen zu übernachten. Die Campingplätze für die Anreise sollten vorab reservier, zumindest aber fest eingeplant werden.

Unseren Kunden stehen hierfür aktuelle Campingführer und Reisemobil-Bordbücher sowie aktuelle Stellplatzverzeichnisse in unseren Fahrzeugen zur Verfügung, gerne sind wir Ihnen hierbei auch jederzeit behilflich.
Warnwesten:
Nahezu in allen Ländern sind Warnwesten mittlerweile Pflicht, zumeist genügt das Mitführen einer Weste wie Warndreieck und Verbandskasten. Jeder, der bei Unfall oder Panne das Fahrzeug außerhalb geschlossener Ortschaften verläßt, muss eine Warnweste tragen, auch Kinder. Aus Sicherheitsgründen ist es aber ratsam, Kinder schnellstmöglich aus der Gefahrenzone, z.B. hinter die Leitplanken bzw. auf den Grünstreifen zu bringen, wo sie einerseits sicherer sind und auch keine Warnwesten tragen müssen. Warnwesten gibt es für Kinder und auch in Übergrößen, sie sollten das europäische Kontrollzeichen EN471 tragen und gelb, rot oder orange sein.

Aber bitte keine Panik, in unseren Vermietfahrzeugen liegen diese Westen bereits für alle Fälle gratis für Sie bereit ...